builderall


Im heutigen Blogcast geht es um das überlieferte Prinzip der Kontrolle als zweifelhafte Methode, Sicherheit zu schaffen. Denn sobald wir uns in die Notwendigkeit begeben, nachprüfen zu müssen, oder Misstrauen den Vorzug zu geben, ist es bereits zu spät. Doch es gibt auch einen Weg ins Vertrauen. Der hat aber mit Kontrolle gar nichts zu tun:


?Die Sicherheit, nach der du dich sehnst, gibt es nur dort, wo Angst und Kontrolle nicht mehr den Ton angeben.?


?Sicher ist sicher.?

?Kontrolle ist besser.?


Solche Aussagen sind der Spiegel einer Kultur, die sich selbst sabotiert. Denn wenn du glaubst, Sicherheit zu erlangen, indem du der Kontrolle das Kommando überlässt, dann wirst du länger warten als Estragon und Wladimir auf Godot.


Ein System des Misstrauens, des Mangels und der Angst kann uns unmöglich ein Gefühl der Sicherheit schenken. Denn schließlich kann man nicht die Krankheit zum Heilmittel erklären.


Und schon sind wir mitten in der Erkenntnis, die das zarte Pflänzchen des Vertrauens sprießen lassen kann.


Erkennst du nämlich, dass der Wunsch nach Kontrolle nichts anderes ist als ein Symptom der Angst, dann kannst du dich bereits damit anfreunden, dass der Weg nur geradewegs in die Gegenrichtung führen kann.


Stell dir vor, dein Partner, deine Partnerin überprüft alles, was du tust. Er oder sie checkt regelmäßig deinen Browserverlauf, kontrolliert deine Einkäufe, ermittelt per GPS, wo du gerade bist, und geht regelmäßig an dein Smartphone, um nachzusehen, was du so postest, schreibst oder erhalten hast bzw. womit du dir die Zeit vertreibst. Und das alles natürlich ohne dein Wissen.


Würdest du so ein Verhalten als liebevolle Basis einer vertrauensvollen Beziehung sehen?


Denn auch wenn das Beispiel extrem daherkommt, ist es nicht von der Hand zu weisen, dass unsere Kultur immer wieder die Tendenz hat, der Angst zu folgen. Mit all ihrem Misstrauen und der ergebnislosen Suche nach Sicherheit.


Dabei trägt jeder von uns alles in sich, was es braucht.


Es beginnt bereits damit, dass Sicherheit in der materiellen Welt unmöglich ist. Richten wir jedoch den Blick nach innen, ist unser wahres Selbst voll von Fülle, Vertrauen und somit genau jener Sicherheit, nach der sich alle so sehnen.


Nur bleibt dort, wo die Liebe gedeiht, kein Platz mehr für die Angst und all ihre Vorboten.


Darum kannst du schon jetzt damit beginnen, jedem Moment auf den Grund zu gehen.

Bis nichts bleibt als reines Sein.


Mit all seiner Liebe.

Seinem Vertrauen.

Und der Sicherheit,

dass alles gut ist.


Dein Wolfgang


PS: Wie immer freue ich mich, von dir zu hören. Melde dich, wenn du Fragen hast, mit mir etwas teilen möchtest oder dir ein Gespräch mit mir wünschst, einfach unter wolfgang.neigenfind@visionbord.com.


Außerdem kannst du dir bereits mein neues Buch holen, mit dem Titel ?Die nächste Reise geht nach innen? (einfach auf den Titel klicken!