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Hast du schon einmal versucht, deine Erwartungen loszulassen? Und? Ist es dir gelungen? Oder warst du schon einmal enttäuscht, dass deine Erwartungen sich nicht erfüllt haben?


Du siehst, wie wir es auch drehen und wenden. Es scheint fast so, als wären Erwartungen eine Doppelmühle, der wir nicht entkommen können.


Doch im heutigen Blogcast möchte ich dir doch eine liebevolle und lebensverändernde Alternative ans Herz legen:



"Es ist zwar so, dass wir als Menschen Erwartungen nicht völlig loslassen können, aber wir können lernen, sie nicht mehr ernst zu nehmen."


Zu erwarten, dass wir uns von unseren Erwartungen befreien, ist genauso widersprüchlich wie das Menschsein an sich. Anders gesagt: Kommen wir nicht umhin, uns mit unseren Eigenheiten anzufreunden.


Natürlich besteht ein riesiger Unterschied darin, ständig auch noch neue Erwartungen anzuhäufen und sie als unser gutes Recht zu sehen, oder danach zu trachten, sich in Sachen Erwartungen demütig und achtsam zu geben.


Solltest du dich gerade fragen, warum du überhaupt danach bestrebt sein solltest, die Forderungen an deine Umwelt runterzuschrauben, dann geh vielleicht ein wenig in dich und überlege, wie viele von ihnen wirklich erfüllt wurden und wie es dir mit dem Umstand geht, dass niemand es schafft, deine Standards einzuhalten. Nicht einmal du selbst.


Doch so wie Erwartungen dir den Weg in eine selbstgemachte Hölle pflastern können, gibt es auch Baumaterial für die Straße ins Licht der Leichtigkeit.


Ich spreche davon, einfach anzuerkennen, dass es nicht die Realität sein kann, dass Dinge so laufen, wie wir es gerne hätten, sondern eher genau andersrum.


Du kannst diesen Umstand natürlich auch zum Auslöser deines Dramas küren, um dich als Opfer zu bestätigen. Doch dann reitest du ja wieder direkt ins selbst inszenierte Inferno.


Wenn du lernst, deine eigenen Ansprüche nicht ernst zu nehmen, weil das ja ohnehin nur eine Domäne deines Egos ? sprich Mangels ? ist, dann tust du dir selbst einen großen Gefallen.


Wenn ich z. B. an meine Rolle als Vater und Lehrer denke und sehe, wie meine Leidensgenossen immer wieder an ihren eigenen Erwartungen zerbrechen, weil sie es nicht hinbekommen, dass die lieben Kinder ihnen auch nur annähernd gerecht werden, dann kann ich nur mehr lachen.


Und nicht, weil ich kein Mitgefühl für ihr Elend habe. Sondern einfach deswegen, weil ich entschieden habe, meine Ansprüche nicht mehr so wichtig zu nehmen.


Werde ich dann liebevoll an ihnen dranbleiben, um ihnen zu sagen, was sinnvoll wäre? Ja, sicher.


Aber ich werde auch über uns alle lachen, weil mir mein Wohlbefinden und unsere Liebe zueinander wichtiger sind als irgendwelche Erwartungen.


In Liebe

dein Wolfgang


PS: Melde dich bei mir, wie es dir mit deinen Erwartungen geht. Du kannst mir gerne von deinen Erlebnissen erzählen oder mich etwas fragen. Ich stehe auch jederzeit für ein Gespräch zur Verfügung. Schreib mir einfach unter wolfgang.neigenfind@visionbord.com. Ich freue mich darauf, von dir zu hören.