Wenn uns die Gesellschaft etwas beibringt, dann ist es Festhalten. Festhalten an allem, was wir in unser Leben bringen. Selbst wenn wir es kurz darauf wieder entsorgen. Und je mehr wir versuchen, unser Leben zu kontrollieren, desto mehr entgleitet es uns. In der Inspiration der Woche erfährst du, wie du dir jenen Superhelden an die Seite holst, der immer schon in dir auf seinen Einsatz gewartet hat: dein Bewusstsein. Dann klappt das auch mit dem Loslassen ?
?Du musst nicht loslassen. Verweile immer wieder einen Moment in dir und dein Bewusstsein sorgt für den Rest.?
Sobald wir jeden Versuch der Kontrolle als Angst entlarven, die sich wieder in unser Leben schleicht, erhebt sich in uns der Ruf nach dem Loslassen.
Bis du realisierst, dass das scheinbar Einfachste der Welt sich als kosmischer Witz auf deine Kosten entpuppt.
Da kannst du auch gleich einer unter Hormonen und Beschwerden geplagten Schwangeren erzählen, dass sie sich nur entspannen braucht.
Wie sollen wir auch loslassen, wenn das für uns der Aufforderung gleichkommt, unserem Herzen zu sagen, es solle nicht mehr schlagen?
Doch vielleicht kommen wir so weiter.
Als ich mich gerade für 30 Sekunden einer Ewigkeit in den Blättern eines Baumes verloren hatte, hörte ich es flüstern. Mein Herz.
Als mein Blick sanfter wurde als die Brise, die die Zweige wiegte, öffnete sich ein Raum für die Frage, die keine Antwort braucht.
Als alle Geräusche verschwommen waren, hörte ich all die Farben, mit denen meine Seele mich und meine Narben zum Leuchten brachte.
Es gibt nichts loszulassen. Nicht für das, was wir für uns halten.
Kehren wir zu unserer Quelle zurück, werden wir eins mit jenem Sein, das liebevoll unsere Faust öffnet.
Du sitzt in dem Abteil, ohne zu wissen, ob du es bist, der sich bewegt, oder der Zug neben dir.
Weil es nicht von Bedeutung ist.
Wie kannst du dich entspannt zurücklehnen, während du dich nach vorne beugst, um loszustarten?
Während dein Verstand noch sucht, findest du bereits alles mitten in der Weite deines Bewusstseins, das nicht nur deines ist, nicht nur meines, nicht nur unseres.
Und die Frage nach dem Loslassen dich höchstens amüsiert.
Weil du erkennst, dass alles nur Teil des Spiels ist.
Das dir die Verzweiflung des Festhaltens
genauso freimütig anbietet,
wie den Gleichmut der Hingabe.
Losgelassen.
Dein Wolfgang
PS: Schreib mir unter wolfgang.neigenfind@visionbord.com, wie es dir mit dem Loslassen so geht. Ich freue mich auch über Fragen oder über den Wunsch nach einem Gespräch. Außerdem kann ich dich auch gerne auf deiner spirituellen Reise begleiten. Melde dich einfach, damit wir ein unverbindliches Erstgespräch vereinbaren können.