Im heutigen Blogcast geht es um ein besonders wichtiges und gleichzeitig heikles Thema: Selbstverletzung. Und ich spreche jetzt nicht von der pathologischen Form, die den Konflikt physisch nach außen trägt, sondern von jener Art, die wir alle betreiben, weil wir so tun, als wären wir nicht eins.
?Wenn dir klar wird, dass wir alle ein Bewusstsein teilen, verstehst du auch, dass jeder Angriff ein Akt der Selbstverletzung ist.?
Ist dir eigentlich klar, dass du jedes Mal
wenn du auf andere losgehst,
dich über sie erhebst,
sie meidest,
sie versuchst, zu kontrollieren,
oder mit Erwartungen überhäufst,
dass dies alles nichts anderes ist als der Versuch, dir selbst zu schaden?
Wir können es drehen und wenden, wie wir wollen, doch bleibt uns wohl früher oder später nichts anderes übrig, als anzuerkennen, dass wir alle eins sind.
Unser Ego hadert tatsächlich mit der wunderbarsten aller Nachrichten.
Weil es in seiner Engstirnigkeit nicht anders kann, als davon überzeugt zu sein, dass unsere Einheit seine Vernichtung bedeutet.
Und so setzt es alles daran, die künstliche Trennung aufrechtzuerhalten, die uns allen das Gefühl gibt, dass mit unserer Lebensweise und mit uns etwas nicht stimmt.
Weil es stimmt.
Wir liegen so falsch, solange wir nicht verstehen, dass alles, was wir sehen, einen Blick auf uns wirft.
Die Abscheu, die Belustigung, die Distanz. Sie alle sind unsere Komplizen in jener Verschwörung, die sich gegen unser Selbst richtet.
Natürlich sollst du dich nicht mit anderen und ihrer Erscheinung gleichsetzen. Schließlich bist du ja nicht einmal dein eigener Körper.
Doch bedeutet das nicht, dass du nicht doch mit mir und allen und allem zutiefst verbunden bist.
Was glaubst du, warum wir uns so nach Nähe sehnen? Nach der Unmittelbarkeit eines Blicks, der den Hauch einer Ewigkeit länger auf uns verweilt?
Lass mich dir etwas mitgeben:
Wie wäre es, wenn du für heute ganz bewusst in allen das siehst, das dich an die liebevollste Version von dir erinnert?
Bis eure Selbst einander umarmen. Wenigstens für den winzigen Moment des Erstaunens.
Vielleicht gehst du dann ein wenig milder, ein wenig sanfter und geduldiger mit der Person um, die immer auf deine Liebe wartet.
Ja.
Ich spreche von dir.
In Liebe
Dein Wolfgang
PS: Schreib mir, wie es dir mit diesem Thema geht, unter wolfgang.neigenfind@visionbord.com. Ich kann dich auch gerne auf dem Weg zu deinem liebevollen Selbst begleiten. Melde dich einfach! Ich freue mich, von dir zu hören.