Im heutigen Blogcast geht es um das Dilemma der Gesellschaft, die vorgibt, verantwortungsbewusste Mitglieder haben zu wollen, während wir eigentlich nur funktionieren sollen. An meinem Beispiel und an der Analyse von Kai und Ina möchten wir dir zeigen, dass kein Weg an Integrität vorbeiführt. Ohne Erlaubnis. Aber dafür mit Liebe und Glück.
?Warte nicht darauf, dass dir die Welt die Erlaubnis erteilt, du zu sein. Es wird nicht passieren.?
Lass dich heute von jemandem inspirieren, der als Lehrer genau vor einem Jahr von einer Schule verjagt wurde, weil er sich anmaßte, einfach er selbst zu sein, mit all der Liebe, die es dazu brauchte.
Nein. Es fühlte sich nicht immer befreiend an. Wie auch. In einer Gesellschaft, die Schulen produziert, deren einziger Berechtigungsgrund im Gehorsam zu liegen scheint, war die Wucht des Aufpralls an der Mauer der Hierarchie hart und traumatisch.
Doch erstens ließ mir mein Bewusstsein keine andere Wahl, und zweitens habe ich die wichtigste Lektion gelernt, die uns das Leben servieren kann. Und das auf oft schmerzhafte Weise.
Weil wir so abhängig sind von der Validierung von außen. Weil wir gefallen wollen. Weil wir geliebt werden wollen. Und weil wir dazugehören wollen.
Schließlich haben wir diese Unmündigkeit mit der Muttermilch aufgesogen.
Die Lektion lautet:
Niemand.
Niemand da draußen,
gibt dir die Erlaubnis, du zu sein.
Sie können es nicht.
Sie wollen es nicht.
Sie fordern nur das ein, was sie selbst in die Knie zwingt.
Gehorsam. Funktion.
Jeder Mensch, der einfach tut, was man ihm sagt, ist nicht imstande, irgendeine Verantwortung für sein Leben zu übernehmen. Punkt.
Wartest du darauf, dass dir irgendjemand wirklich das Gefühl gibt, dass alles wunderbar ist an dir, dann wirst du dich an deinem Sterbebett fragen, ob diese Entscheidung wirklich die klügste war.
Nur du bist imstande dazu, dich zu ermächtigen, das zu sein, was du schon immer warst.
Es wird sich seltsam anfühlen.
Du wirst unzählige Anläufe brauchen, dich selbst zu überzeugen.
Du wirst in dich hineinwachsen müssen.
Du wirst üben, üben und üben, bis sich etwas tut.
Nur wirst du auch keine Wahl haben, wenn du eine Wahl haben möchtest.
Du kannst sein, was immer du sein möchtest.
Wenn du dich von allen Vorstellungen einer Kultur löst, die dir Regeln diktiert, die dich nur gefügig machen.
Ich werde auch weiterhin anecken. Als Lehrer. Als Autor. Als ich.
Du kannst dich nun in die lange Schlange jener einreihen, deren Ego ihnen erzählt, dass das nicht geht, weil sie selbst nicht den Mut dazu haben.
Oder du schließt dich mir an.
Ich werde dich auf jeden Fall anfeuern.
In Liebe
Dein Wolfgang
PS: Wie immer freue ich mich über Berichte darüber, wie es dir mit deiner Integrität so geht. Ich kann dich auch gerne auf deinem Weg zu deinem wahren Selbst begleiten. Melde dich einfach unter wolfgang.neigenfind@visionbord.com. Ich freue mich darauf, von dir zu hören.