Holst du dir gerne ein blutige Nase? Dumme Frage?
Siehst du dir aber an, wie wir ständig gegen die Wirklichkeit ankämpfen, um uns dann zu wundern, dass das nicht funktioniert, könnte man meinen wir alle sind Masochisten. Vielleicht brauchen wir auch länger, wie Bill Murray in "Und täglich grüßt das Murmeltier".
Im heutigen Blogcast möchte dir eine neue Perspektive auf dein Leben geben, das alles verändern kann. Aber Achtung! Nebenwirkungen, wie Glück und Liebe sind nicht ausgeschlossen!
Ich erzähle gerne von den Kollegen, die sich darüber wundern, dass Schüler gewisse Inhalte nicht verstehen, oder sich nicht für den Unterricht interessieren. Und das tun sie dann täglich. So, als wären sie genauso wie die Schüler, die sie beschreiben.
Und ich könnte jetzt dasselbe tun, indem ich mich über Menschen wundere, die immer wieder mit dem Kopf gegen die Wand laufen, sich den Kopf stoßen, bemerken, dass es weh tut, um dann im nächsten Moment sich wieder eine blutige Stirn zu holen.
Doch ist es nicht interessanter, den Schleier hinter diesem Verhalten zu lüften?
?Mensch tracht, Gott lacht!? lautet eine alte, jüdische Weisheit.
Warum verhalten wir uns tatsächlich so wie Bill Murray, der nicht bereit war, dem Murmeltier zu begegnen?
Denn entweder wir schmieden Pläne oder wir stapeln Erwartungen, um uns dann zu echauffieren, wenn der Rest der Welt das Memo nicht bekommen hat.
Wenn Kleinkinder in ihrer Entwicklung davon überzeugt sind, dass die Sonne für sie aufgeht, lächeln wir amüsiert, um eine Minute später insgeheim denselben Wunsch zu äußern.
Ja, ich weiß, ich bin dir noch eine Erklärung schuldig.
Unsere Ego-Anteile fühlen sich ja deswegen nicht so pudelwohl in ihrer Haut, weil sie sich als getrennt oder isoliert erleben. Gleichzeitig setzen sie alles daran, die Kontrolle über den Ablauf von Ereignissen an sich zu reißen. Weil sie davon überzeugt sind, dass, würden sie das nicht tun, alles ins Chaos stürzen würde.
Tja und das ist auch der Grund, warum unsere Vorstellungen oft denen von Kleinkindern ähneln. Weil wir unreifen, egozentrischen Anteilen in uns das Kommando über unsere Gedanken überlassen.
Also, ich weiß nicht, wie du das siehst, aber mir reicht das, um mich immer öfter mit meinem Bewusstsein zu verbünden, damit ich vielleicht nicht so viele Anläufe brauche, wie Bill Murray.
Du musst nicht einmal etwas sagen. Ein Moment des Innehaltens, der Stille, kann bereits alles verändern. Mach deinen Anteilen liebevoll klar, dass du hier die Erwachsene bist, und dass du das regeln kannst.
Und dann lehne dich zurück,
um mit Gott zu lachen,
wenn ihr gemeinsam
das Abenteuer Leben spielt.
In Liebe,
dein Wolfgang
PS: Wie immer freue ich mich über Rückmeldungen, Fragen oder Erlebnisse. Schreib mir einfach unter wolfgang.neigenfind@visionbord.com. Du kannst dich auch gerne für ein unverbindliches Gespräch melden, wenn du mehr an Begleitung wünschst.