Im heutigen Blogcast geht es um etwas Banales, aber gerade deswegen so Wcihtiges. Es geht um den Umstand, dass wir nur deswegen nicht mit der Wirklichkeit zurechtkommen, weil wir sie ständig verändern wollen, indem wir sie kritisieren.
"Dir gefällt dein Leben nicht? Dann hör auf, der Richter zu sein!"
Ist es nicht faszinierend, dass du aus jeder Lebensgeschichte machen kannst, was du willst?
Der einen Person wird Krebs diagnostiziert und die andere gewinnt Millionen. 5 Jahre später ist alles möglich, vielleicht sogar, dass der Mensch mit Krebs dankbarer nicht sein könnte, für das Glück, das sich ihm geboten hat, während der Lottogewinner den Tag verflucht, der ihm all das Unglück beschert hat.
Die Lehre, die sich hier anbietet, besteht nicht darin, dass im Leben alles möglich ist. Zumindest nicht für mich. Sondern vielmehr, dass das Leben an sich nicht wertend ist, sondern wir.
Sobald wir jemand sein wollen, verbinden wir damit auch Umstände, einen gewissen Status, Emotionen und jede Menge anderer Dinge, die wir glauben zu brauchen, um etwas zu sein.
Und dann erreichen wir etwas, oder auch nicht, oder es ist so, wie wir es uns vorgestellt haben, oder auch ganz anders, und wir verlieren uns in der Vorstellung, die wir nicht mehr loslassen wollen, oder wir verlieren uns in der Vorstellung, davon wie furchtbar es ist, dass uns unsere Wünsche verwehrt werden.
Besonders raffiniert ist die Variante, die begehrte Rolle erreicht zu haben, aber festzustellen, dass es das Mehr ist, das noch fehlt, indem wir uns verlieren.
Dabei ist die Sache nur dann kompliziert, wenn wir das auch wollen.
Während die einen todunglücklich sind, weil ihnen etwas verwehrt wird, sind die anderen todunglücklich, weil sie genau das bekommen haben.
Menschen, die keinen Partner haben, sehnen sich vielleicht nach Zweisamkeit, während jene, die seit langem verheiratet sind, sich möglicherweise danach sehnen, ungebunden zu sein.
Besonders amüsant ist der Umstand, dass sich so mancher das Hirn zermartert, was nun das Richtige sei, was denn nun zu tun wäre.
Dabei ist es völlig unerheblich.
Denn die Suche nach dem einen, dem richtigen Weg, ist bereits das Tor zum Unglück.
Solange du über dein Leben richtest, wirst du vor allem eines finden: Leid.
Anders gesagt, du bist, wo du bist.
Ohne Wenn und Aber.
Das ist ja schon einmal ein Anfang.
Dein Wolfgang
PS: Wie immer freue ich mich, von dir zu hören. Melde dich, wenn du Fragen hast, oder mit mir etwas teilen möchtest, einfach unter wolfgang.neigenfind@visionbord.com. Ich unterstütze dich auch gerne auf deinem spirituellen Weg. Am besten du vereinbarst dafür, einfach ein unverbindliches Erstgespräch. Ich freue mich, von dir zu hören!