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Im heutigen Blogcast geht es um die menschliche Tendenz, den Fehler im System zu suchen, und wie wir diesem Vorboten der Angst völlig anders begegnen können:


?Du musst nicht unzufrieden sein, um zufrieden zu sein. Lass der Liebe genug Platz in dir, dass sie sich um deine Angst kümmern kann.?


Manchmal beschleicht mich der Verdacht, dass viele von uns erst zufrieden sind, wenn sie unzufrieden sein dürfen.


Damit meine ich, dass sie anscheinend lieber in einer Realität existieren, die eher bedrohlich erscheint als erfüllend.


Schließlich muss ja die ganze Angst erklärt werden können, die uns immer wieder befällt, selbst wenn keine Gefahr auszumachen ist.


Ja, auch ich kenne das allzu gut. Nur würde ich nicht auf die Idee kommen, dem Ängstlichen in mir auch noch ein Berechtigungssiegel auszustellen.


Au contraire, ma chère!


Ich mache da lieber kehrt, um mir klarzumachen, dass da etwas in mir sich nicht wohlfühlt, und es nun an mir ist, diese Sorge bei der Hand zu nehmen, um ihr liebevoll und bestimmt klarzumachen, dass ich das schon hinbekomme.


Schließlich bin ich nicht nur groß genug dafür, sondern ebenso präsent genug, um die Beklemmung einer unbestimmten Zukunft als Bewältigungsstrategie zu erkennen.


Es gibt ja auch Menschen, die sich zehn- bis zwanzigmal die Hände waschen, fünfzehnmal zurückgehen, um sicherzustellen, dass alles versperrt ist, oder alles sechzigmal zurechtrücken müssen, damit sie auch nur halbwegs das Gefühl haben, dass die Welt wieder in Ordnung ist.


Doch selbst jene wissen, dass ihre Rituale weder helfen noch eine adäquate Annäherung an die Wirklichkeit darstellen.


Was uns aber eint, ist der Umstand, dass für uns alle gilt, dass es ? egal, was passiert oder wie deine Welt gerade daherkommt ? einen gemeinsamen Nenner gibt, der uns alle heilt.


Richtig. Ich spreche von der Liebe als Wegbereiter zum Dialog zwischen dem, was sich gut anfühlt, und dem, was uns Angst macht.


Auch du weißt genau, welche Wunder liebevolle Zuwendung bei dir vollbringen kann.


Darum, meine Liebe, solange du nicht von deiner Angst verschlungen wurdest, hast du immer die Chance, jenes Selbst in dir aufzusuchen, das deinen Befürchtungen die Hand reichen kann, um liebevoll für sie da zu sein.


Und das ist es bereits, was einer erfüllenden Realität die Tür öffnet.


In Liebe

Dein Wolfgang


PS: Du weißt, dass du mir jederzeit schreiben kannst, wenn jetzt Fragen aufgetaucht sind, oder du vielleicht eigene Erlebnisse mit mir teilen möchtest. Wir können uns auch gerne virtuell zusammensetzen, wenn du ein Gespräch wünschst. Ich freue mich, von dir zu hören, unter wolfgang.neigenfind@visionbord.com.