Im heutigen Blogcast geht es um die Freiheit, die wir ? wie auch das Glück und die Liebe ? durch die Linse der Angst völlig missverstehen. Denn Freiheit kann logischerweise in der Fülle der Freiheit gedeihen. Trachten wir danach, uns von etwas zu befreien, dann verwehren wir ihr den Zutritt zu unserem Leben. Mehr dazu in der Inspiration der Woche:
?Du kannst nicht frei sein von etwas. Freiheit ist eine Haltung, keine Reaktion.?
Hast du schon einmal versucht, dich von etwas zu befreien, um dann zu erfahren, dass du dich selbst in dieser Anstrengung gefangen hältst?
Solange wir reagieren, weil wir uns von Identifikationen losreißen möchten, wird uns unser Ego nicht freilassen. Weil wir sein Drehbuch ausagieren. Weil wir nicht bewusst sind.
Freiheit als Haltung ist Lebenskunst.
Denn sie erfordert, dass wir wirklich bereit sind, unsere Verantwortung jeden Moment zu leben. Ohne Zurufe oder Gegenwind, die uns vorantreiben oder uns erheben.
Die Kunst der Freiheit ist die Gnade, uns selbst zu erschaffen, fern aller Überzeugungen und Reaktionen.
Du fragst dich vielleicht, ob dies überhaupt möglich ist.
Ich denke mir, dass es den Versuch wert ist. Obwohl das Schwierigste ja gerade darin liegt, dass das Versuchen bereits ein Scheitern sein kann, da wir so verhaftet sind in dem, was wir Leben nennen.
Sobald du deine Verantwortung zur Richtschnur deines Handelns ernennst, wirst du zuerst die Reaktion des kollektiven Egos ernten. Die Versuchung wird groß sein, dich zum Rebellen deiner Mission zu erklären, der ausgezogen ist, um es der Welt zu zeigen.
Und schon lacht sich dein Ego ins Fäustchen, weil du ihm in die Arme gelaufen bist. So wie der Radfahrer, der sich über den Lenker eines Sportwagens erhebt, weil er kein phallisches Symbol auf vier Rädern mehr nötig hat.
Bleibst du aber liebevoll an dir dran, wirst du dich in deiner spirituellen Regression ertappen, um den Humor und das göttliche Spiel für dich wiederzuentdecken.
Und dann, wenn du alle Rahmen und Systeme hinter dir gelassen hast, erlebst du die Freiheit des Fallens, das keines ist.
Im Land, jenseits von Bewertung, Vergleich und Wettbewerb, gibt es nichts zu gewinnen. Und nichts zu verlieren.
Und das, was du einmal kühn als Freiheit bezeichnet hast, ist einfach. Bist einfach du.
In Liebe
Dein Wolfgang
PS: Wenn du Fragen hast, mit mir etwas besprechen willst oder deine Erlebnisse teilen möchtest, dann melde dich einfach bei mir. unter wolfgang.neigenfind@visionbord.com. Ich freue mich, von dir zu hören.
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