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Gehörst du auch zu jenen Menschen, die immer wieder in Beziehungen landen, die ihnen nicht gut tun? Und hast du früher oder später herausgefunden, dass du eigentlich deinen Vater, oder deine Mutter datest? Dann werde ich dir heute helfen, dieses schädliche Verhaltensmuster zu durchbrechen.

Wie dir dein Hirn eine Falle stellt

Ich habe dir ja in früheren Beitragen bereits erklärt, dass unser Hirn darauf ausgelegt ist, so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen. Deswegen strebt es immer wieder danach, Verhalten zu automatisieren. Hauptsache es kann zu Vertrautem zurückkehren.

Leider unterscheidet unser Geist nicht zwischen Dingen, die uns gut tun, und solchen, die uns schaden, solange sie uns vertraut erscheinen. So kann es leicht passieren, dass wir negative Beziehungen zu einem Elternteil auf diese Weise wiederholen.

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Viele von uns kennen das Gefühl, nicht genug beachtet worden zu sein, nicht genug Liebe erhalten zu haben. Dies führt dazu, dass wir versuchen, diese offene Gefühlschleife, diesen Loop zu schließen, indem wir Papa oder Mama, dazu bringen möchten, uns endlich zu lieben.

Erschwerend kommt hinzu, dassdu als Kind unbedingt nach Beachtung strebst, selbst wenn diese nicht positiv ist. Interessanterweise unterscheidet dein Gehirn nicht zwischen Liebe oder Hass. In Untersuchungen wurde nämlich festgestellt, dass bei einer sehr negativen Beziehung zu einer Person, dieselben Gehirnareale erregt wurden, wie bei einer positiven Bindung.

Auf der Suche nach Bestrafung

Ähnlich wie bei Entführungsopfern, die das Stockholm-Syndrom erleiden, verbünden sich viele Kinder mit ihren Eltern, die sie schlecht behandeln oder gar misshandeln, weil sie für sich keine andere Wahl sehen, zu überleben.

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Wenn du nun in der wichtigsten Beziehung, nämlich der zu deinen Eltern, nicht gewohnt bist, wertgeschätzt und geliebt zu werden, sucht dein Hirn nach vertrauten Mustern. Außerdem hast du vielleicht sogar verinnerlicht, dass du es nicht verdient hast, positiv behandelt zu werden, und suchst deswegen nach Bestätigung für dieses negative Selbstbild.

Für Menschen, die so behandelt wurden, erscheint ein liebevolles Miteinander wie ein unbehaglicher Schritt aus ihrer Komfortzone, der ihnen wahnsinnig schwer fällt. Deswegen ertappen sie sich immer wieder dabei, in das alte Muster, der selbstschädigenden Beziehungen, zurückzufallen.

Vom glücklichen Ende zum glücklichen Anfang

Hier die gute Nachricht: Du brauchst nicht länger deine Zeit damit vergeuden, das Ende deiner Beziehung zu verbessern. Du kannst einfach gleich einen glücklichen Start hinlegen.

Wenn du bereit bist, das Unbehagen auszuhalten, liebevoll behandelt zu werden, wird es dir irgendwann vertraut erscheinen. Du brauchst nämlich weder Mama noch Papa dazu, geliebt zu werden. Du bist ja bereits erwachsen.

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Dazu eine kleine Übung: Stell dir vor, dein Vater, deine Mutter hätte eine Offenbarung, und sie kommen zu dir, um dir endlich all das zu sagen, das du schon immer von ihnen hören wolltest: Wie sehr sie dich lieben, wie besonders du bist.

Die Frage ist: Wie lange würdest du das aushalten? Stell dir vor, deine Eltern kämen fast täglich zu dir, um dir diese Liebe zu schenken? Wäre das nicht sonderbar?

Du brauchst nämlich keine Eltern mehr, die dir Liebe schenken. Es gibt eine Person, die das viel besser kann: Du selbst. Du hast die Antwort. Es ist deine Verantwortung. Niemand kann dich so gut lieben, wie du selbst. Schenk dir selbst die Liebe, die du brauchst. Du bist erwachsen. Du brauchst Mama oder Papa nicht mehr. Und du willst schon gar nicht mit ihnen in einer Beziehung leben.

Der nächste Schritt

Wenn du nun offen bist, in deinem Beziehungsleben ein neues Kapitel aufzuschlagen, dann gibt es noch ein paar Dinge zu beachten. Ein paar davon, hab ich dir bereits in meinem Beitrag: "Die Geheimnisse einer glücklichen Liebesbeziehung" erläutert.

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Daher weißt du ja bereits, dass du nach Gemeinsamkeiten suchen solltest, nach Qualitäten einer besten Freundin, mit der du möglichst viel Zeit verbringen willst. Außerdem ist guter Sex sehr wichtig. Auch wenn er nicht allein ausreicht, funktioniert es auch nicht ohne. Was obendrein nie fehlen darf, ist Wertschätzung, Respekt und Engagement.

Zeig dich, wenn du jemand kennenlernst, von Anfang an, so wie du bist. Sei authentisch und verletzlich. Wir alle wollen lieber mit echten Menschen zusammen sein, und nicht mit vorgespielter Perfektion.

Du kannst ein perfekt Fassade nämlich nur eine begrenzte Zeit aufrecht erhalten. Spätestens nach ein paar Jahren, wird diese Fassade nicht nur zu bröckeln beginnen, sondern die gesamte Beziehung wird dann wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen.

Du bist genug

Noch etwas: Viele Menschen, bleiben in Beziehungen, die ihnen nicht gut tun, weil sie Angst davor haben, alleine zu sein. Wenn du erkennst, wie liebevoll du selbst bist, wirst du bemerken, dass du lieber allein bleibst, als mit der falschen Person zusammen zu sein. Du kannst dir täglich beweisen, wie liebenswert du bist. Dazu brauchst du niemanden sonst.

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Wenn du aber wieder in einer Beziehung bist, und das wird schneller passieren als du denkst, dann gib von Anfang an 100%. Gib nicht nur die Hälfte, in der Erwartung, vom anderen die andere Hälfte zu bekommen.

Hilf deinem Gegenüber auch, dich besser zu verstehen. Dein Partner ist kein Hellseher oder Medium. Kommuniziere klar, was du willst, was dir wichtig ist. Das hilft nicht nur deinem Partner, sondern auch dir selbst, dich mehr zu schätzen.

Und noch ein Letztes: Sei dein eigener Cheerleader. Sie diejenige, die dich in allem, was du tust, anfeuert, die an dich glaubt. Sei dir selbst die bedingungslose Unterstützung, die wir alle so dringend brauchen. Niemand kann das besser als du.

In Liebe,

Wolfgang

PS: Ich freue mich, wie immer auf Post von dir, unter wolfgang.neigenfind@visionbord.com